Montag, 3. Dezember 2012

Weihnachtszeit - Kurzfilmzeit

Heute nur ein kurzer Link zum diesjährigen Adventskalender!

Montag, 26. November 2012

Die Elbe dampf(er)t

Auf dem Weg vom Fitnessstudio zurück nach Hause ist mir gerade aufgefallen, dass die Wege langsam wieder glatt werden. Das ist ja immer so ein schleichender Prozess - zuerst wird's ein wenig kälter, dann etwas dunkler, als nächstes der erste Tau... plötzlich gefühlt wieder heller wegen der Zeitumstellung... und dann ist er da, der Nebel. Morgen für Morgen begrüßt er mich am Wohnzimmerfenster und wartet darauf, dass er mich und mein Fahrrad in Empfang nehmen kann, feuchtkalt genug, um mir Mütze und Schal abzuringen, aber eben noch zu warm, um nicht darunter zu schwitzen.

Und wer ist schuld daran? Die Elbe, die gelbe! Wenn sie nicht konstant für drei Celsiusgrade weniger als im restlichen Stadtgebiet - beginnend auf der Südseite unseres Hauses - sorgen würde, dann müsste sie auch nicht immer dampfen. Dann könnten wir vielleicht auch im Winter in ihr baden gehen. Und mit Schwimmflossen statt der Fähre in die Neustadt fahren.

Macht nix, lieber Sachsenfluss, mir ham dich trotzdem gerne. Und wenn Du willst, dampfere ich nächstes Jahr auch mit Dir nach Meißen, ahoi!

Mittwoch, 21. November 2012

Nachts im Museum

Es gibt ja Menschen, die, um sich richtig konzentrieren zu können, Untergrundgeräusche brauchen. Die sich nicht daran stören, wenn der Nachbar in der Bibliothek viel zu laute Musik über seine viel zu kleinen Ohrstöpsel-Kopfhörer schickt und die sich freuen, wenn im Lesesaal geraschelt, getrunken und heftig in die Tasten getippt wird. Die am besten bei IKEA oder in der Straßenbahn für Prüfungen lernen. Ihr wisst schon...

Für solche Leute war der gestrige Museumsbesuch genau das richtige - das "Netzwerk der Moderne" öffnete sich in den Dunkelstunden Partygängern im Lipsiusbau der Kunstakademie Dresden. Wer sich schon immer laut über Gemälde und Skulpturen unterhalten wollte, hatte hier die Chance, denn während sonst immer alle flüstern, war der Ausstellungssaal voll von bunten, sich unterhaltenden Menschen. Diese wiederum haben nicht nur die Kunst um Will Grohmann, sondern auch die Leute um sie herum beobachtet. Eine Art interaktive Liveperformance also.

Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Party ganz woanders, nämlich unter der gläsernen Kuppel - der Zitronenpresse! -stattfindet. Da hätte ich mich wohl mal besser vorher informieren sollen - die Mischung aus Kunst, Caipirinha und Quatschen hat Enttäuschung aber gar nicht aufkommen lassen. Und so bin ich als wandelndes Austellungsobjekt durch die Kellerräume getanzt und habe mich gefreut, dass es soviele Junge Freunde der Kunst gibt ;-)

Montag, 12. November 2012

An diesem Morgen

"Ce matin la", so heißt mein Seit-vier-Wochen-Lieblingslied von Air. Ein Arrangement, wie es besser nicht zu meinen Montagen, Freitagen und eigentlich auch allen anderen Tagen der Woche passt: zuerst rieselt langsam Musik aus dem Off, um dann später mit Waldhörnern auf den Tag und das Leben einzustimmen. Ich könnte die ganzen drei Minuten und 38 Sekunden durchs Zimmer tanzen (und tu dies auch oft)...

Was ich aber eigentlich sagen wollte: dieser Morgen könnte, so wie jeder montags folgende, der perfekte Zeitraum sein, um mich mal wieder der Schreiberei zu widmen. Mit neuer Arbeit, wöchentlich drei Stunden Zugfahrt sowie zwei wunderschönen Städten als Lebensmittel- und Nebenpunkt - Dresden & Freiberg - sollte es genug Themen geben. Lassen wir uns drauf ein!

Guten Morgen!

Montag, 22. Oktober 2012

Preußen-Sachsen-Express

Gefühlte zehn Lausitz- und fünf Potsdam-Besuch nach dem letzten Blogeintrag schwelge ich auch heute wieder in Wochenenderinnerungen aus dem (heutigen) Lande Brandenburg. Waren wir im Sommer noch per Fahrrad dort (und noch viel weiter!) so brachte uns vorgestern ein weißer Sprinter in die Landeshauptstadt, um Umzugskisten und Kühlschrank zu laden.

Und wo wir schonmal da waren, haben wir auch gleich mal die Friederisiko-Ausstellung im Neuen Palais mitgenommen: zwei Schlossetagen voller Details um Friedrich den Großen, ein wunderschöner Grottensaal (der übrigens einem nicht mehr existenten Raum des Dresdher Zwingers nachempfunden ist), abwechslungsreiche Audioguide-Kommentare (besonders die Kindervariante) und waaaahhhnsinnig viele Besucher. Vorsichtshalber war ich eine halbe Stunde vor Öffnung dagewesen und hatte mich als Nummer 25 in die Schlange gereiht. Das reichte, um zehn Uhr in die Ausstellung und vier Stunden später kulturgesättigt wieder draußen zu sein.

Der eigentliche Grund für das diesmalige Hauptstadthopping war allerdings ein Umzug, sodass ich auch ein Stück Fitnesstraining per Kistenpacken und -schleppen absolvieren konnte. Die stolze Ausbeute für unsere Wohnung: unzählige Lego-/Auto-/Modellbahnteile, die zugehörige Modellbahnplatte, ein Kühlschrank sowie eine Mikrowelle und Echtholzregale. Hoffen wir, dass wir nicht so bald umziehen müssen, schon gar nicht nach Preußen!

Sonntag, 20. Mai 2012

Radlerwochenende

Nachdem der Mann des Hauses den Himmelfahrtstag zur alljährlichen Radrunde in der (Nieder!)Lausitz genutzt und ich frauenfrühstückend in Dresden verblieben bin, habe ich mich am Freitagabend kurzentschlossen in den Zug gesetzt und bin in Richtung Norden gefahren. In Ruhland war, ganz untypisch für den Ort, die Hölle los: 3 Züge hielten gleichzeitig und verstopften die Gleise mit ausströmenden Menschen. Wahrscheinlich alles Himmelfahrtsrückkehrer oder -nachfahrerinnen wie ich...

Ich wurde sogleich von der Last des selbstgebackenen Blechkuchens erlöst und nach Großräschen gebracht. Dort gab's Kartoffelspalten mit Quark und einen Abendfilm, dessen Ende ich gleich mal verschlafen habe.

Was mich dieses Wochenende in der Lausitz erwarten würde, darüber habe ich mir diesmal gar keine Gedanken gemacht: mein Ziel war ausspannen, schlafen, lesen und vielleicht ein wenig durch die hiesigen Nadelwälder spazieren. Angesichts der niedrigen Bevölkerungsdichte und damit verbundenen Ruhe war Ziel Nummer eins ganz gut zu erreichen, Ziel Nummer zwei hatte ich mich schon durch den Abendfilm genähert und Nummer drei schon im Zug begonnen ("Hector und die Suche nach dem Glück", ein Liest-sich-wie-Butter-aber-lieber-nur-einmal-Buch).

Ziel Nummer vier erreichte ich dann ganz unverhofft: der Gastgeber und seine Freundin erwarteten weiteren Besuch und haben diesem die Tagebaurestlöcherlandschaft per Rad zeigen wollen - die perfekte Chance für mich, ein weiteres Stück Nadelwald kennenzulernen. 30 Kilometer und einen Grillabend später war ich angefixt für die nächste Radrunde amFolgeag. Und zu dieser kam sogar der Mann mit, der eigentlich nur zu Himmelfahrt Radfahren und am Wochenende lieber vierrädrigen Fortbewegungsmitteln beim 24-Stunden-Rennen zuschauen wollte. Stattdessen zeigte er mir, wo er am Donnerstag Radler ausgeschenkt bekommen hatte.

Mir wurde prophezeit, dass die am Himmelfahrtstag geöffneten Schankstuben am Sonntag sicher alle geschlossen seien - der Jahresumsatz wäre ja am Donnerstag bereits eingefahren worden. Und tatsächlich: nur eine der von den Männern besuchten Schenken hatte geöffnet und bot "Kaffee und Plinse" (letzteres sind in diesem Teil des Landes hefeteigbasierte Eierkuchen aus Buchweizen) feil. Wir waren die einzigen "zugereisten" Gäste und teilten den Tisch mit Dorfbewohnern, die wiederum den Nachbartisch bestens kannten. Und sich wunderten, dass auch am Männertag bereits Plinse serviert worden waren, wo es doch donnerstags normalerweise Eisbein geben würde.

to be continued

Nachtrag: never got continued...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Geräuschkulisse einer elbnahen Wohnung

7:00 Uhr: quengelndes Kind, das mit Mama schon drei Stockwerke bergab gelaufen ist... es weiß genau, heute nachmittag muss es wieder hoch!
7:30 Uhr: Bauarbeitermusik (Radio PSR u.ä.)
8:00 Uhr: Fahrradgeklapper im Innenhof

Zwischenzeit - ungewiss für Arbeitnehmer

17:00 Uhr: Stille im Hausflur
17:30 Uhr: quengelndes Kind!
18:00 Uhr: Türklingeln, der Gemüselieferant kommt ;)
18:30 Uhr: Tellerklappern und Schm/watz-Geräusche
19:30 Uhr: Haustür fällt, ich muss nochmal Mehl holen...
20:00 Uhr: Küchengerät
21:00 - 22:30 Uhr: Dixie-Livemusik vom Fährgarten
23:00 Uhr (im Hochsommer auch 22:00, 22:30, 23:30 und 24:00 Uhr): Feuerwerk

Herrlich hier!

zwischen-den-zeilen-tipp: mit kleinkindern nie in den fünften stock ohne fahrstuhl ziehen!

Sonntag, 3. Juli 2011

Phänomenal panometrisch!

Schon mal was von Werner Tübke gehört? Nein? Dann geht es Euch wie mir bis Donnerstagmorgen, als mich zwei Freunde ins Auto packten und westwärts in Richtung Deutschlandmitte fuhren. Ausgestiegen wurde auf einem Berg nahe Bad Frankenhausen, auf dessen Spitze eine Art Rundkino über die thüringische Landschaft blickt. Ein kleines Kino ist in dem Gebäude auch tatsächlich integriert, der eigentliche Hammer ist aber folgendes:

Das Monumentalbild

"Frühbürgerliche Revolution in Deutschland", ein Ölbild, dass sich auf einer Leinwand von 123 mal 14 Metern rund um den Beobachter erstreckt, ist einfach umwerfend und extrem detailreich. Wer schon einmal in den Panometern von Leipzig oder Dresden war, der weiß, wie beeindruckend ein riesiges, umlaufendes Panoramabild sein kann - wenn dies aber in weniger als zehn Jahren fast ausschließlich von einer Person alleine gemalt wurde, dann erhöht das nochmal den Staunfaktor. Dieser wurde in unserem Fall noch verstärkt durch den 20minütigen Film zur Entstehung des Werkes und anschließender Führung mit dem Museumspädagogen. Stichworte: Bauernkriege, (Ab)Schlacht(ung) von Frankenhausen, Thomas Müntzer, Frühling, Sommer, Herbst und Winter...

Ich kann gar nicht wirklich beschreiben, wie sehr und warum mir das Tübke'sche Monumentalbild so sehr imponiert hat - ich kann einfach nur empfehlen, einmal hinzufahren. Und wenn Ihr schon dabei seid, könnt Ihr so wie wir auch noch die schiefe Kirche von Bad Frankenhausen und das Kyffhäuserdenkmal besuchen.

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Danke für den Artikel....
Danke für den Artikel. Er trifft m.E. so manchen Nagel...
Waldwuffel (Gast) - 4. Mär, 22:04

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