Heute ist der letzte Tag des vorletzten Monats vor Abgabe meiner Diplomarbeit. Der rote Tag im Kalender ist der erste März und langsam fange ich an, nervös zu werden. Das merke ich unter anderem an:
- ansteigenden Prokrastinationshandlungen (Gilmore Girls gucken, Zeitung lesen, fünfzig mal am Tag nach Emails und facebook-Nachrichten schauen, eigene Blogeinträge lesen)
- Pseudo-Vorausplan-Taktiken (hier hängen "Diplomarbeit-To Do"-Listen)
- übermenschlichem Schokoladenkonsum (3-6 Tafeln die Woche)
- unterdurchschnittlichen Obstkonsum (teilweise nur Dosenfrüchte!)
- Maria-untypisches Nach-Mitternacht-zu-Bett-Gehen
Besonders interessant war der Traum heute nacht:
Ich wollte gerade einen Text in die Tastatur tippen, als sich meine Finger zurückbildeten und schlussendlich nach innen gestülpt in der Hand lagen. ... ich bin dann aufgewacht, habe oberen Gliedmaßen überprüft und begann mein Tagwerk.
Der Countdown läuft!
MuTZelchen - 31. Jan, 10:26
Schon mal ein Brot gesehen, dass größer als man selbst ist? Ich bekomme sowas regelmäßig:
Ein tolles Baguette, was ich von meinen Eltern zum Geburtstag (im Oktober, daher die Gesichtsbräune) bekommen haben. Wer's in groß sehen will, kann
hier nachschauen.
MuTZelchen - 26. Okt, 23:59
Ich brüte derzeit über den Anfängen einer Diplomarbeit mit dem schönen Titel "Hamiltonkreise in Nebenklassengraphen". Gleich um es vorwegzunehmen, es geht NICHT um die Optimierung der Rundengeschwindigkeit bei Formel-1-Rennen. Und auch nicht um Verwandte der Thurn&Taxis.
Jedenfalls hab ich mich, um meine Disziplin zu stärken, diese Woche jeden Morgen gegen 9:00 Uhr mit der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (ab jetzt nur noch SLUB) verabredet und ein lauschiges Plätzchen an der Treppe im Geschoss -1 eingenommen. Richtig gelesen, mit in unserer Bibliothek geht es bergab, die überirdischen Geschosse sind den Mitarbeitern, der Cafeteria und dem Buchmuseum vorbehalten. Das hat den Vorteil, dass man beim Arbeiten nicht durchs Fenster hinausschaut und sich bei guter Wetterlage nach draußen gezogen wird.
Doch selbst wenn die Lust aufs Grün überwiegt, ist man in der SLUB gut beraten. Auf der Wiese drei Stockwerke über dem Lesesaal stehen nämlich Klappsessel mit roten Bezügen, Werbung für die Bibo und verfügbares WLAN inklusive. In einem von diesen sitze ich gerade und informiere mich über p-Gruppen, Normalreihen und ähnlich abstrakten Gebilden. Allmählich wird alles klarer...
MuTZelchen - 22. Sep, 15:43
Da sowohl meine Oma als auch mein Vater heute Geburtstag haben, gab es für mich heute mal ein Stückchen Kuchen in der Cafeteria. Die Auswahl dort ist zwar klein, deckt aber bis auf Schokolade alle mir verinnerlichten Gebäckkategorien ab: Obst mit und ohne Decke, Quarkvariationen, der von mir heißgeliebte Punschkuchen, Spritzringe, verschiedene Keks- und Blätterteigsorten. Mich glänzte eine tiefrote Erdbeerschnitte so frech an, dass ich ihm nicht widerstehen konnte. Das erste Stückchen machte es sich gerade in meinem Mundraum gemütlich, als ich mich meiner bisherigen Obstkuchenallergie besann: der Tortenguss hat wackelpuddingartige Masse Konsistenz!
Wie kann man das nur mögen? Essen ist zum Kauen da, Genussmittel zum Auf-der-Zunge-zergehen-lassen, Getränke zum Trinken. Aber eine Masse, die sich weder dem Gaumen anpasst noch durch Zermalmen in eine solche transformierbar ist, gehört meiner Meinung nach nicht in den Mund. So was erinnert mich an Glibberbäder, die in den neunziger Jahren auf dem Weg zur Fernsehshowmillion durchschwommen werden mussten. Nichts ist schlimmer als kalter Schokoladenpudding. (Und kaum etwas besser als eine herrlich cremige Mousse au chocolat!)
Mir wurde schon vorgeworfen, dass ich Geschmack mit Konsistenz verwechsle. Aber selbst wenn es so wäre, macht das einen Unterschied? Fleisch mag ich zum Beispiel auch nur in zerhäckselter und möglichst unfaseriger Darbietung, nämlich als Wurst. Allerdings finde ich, dass Wurst auch nie wie ein ganzes Stück Schwein, Rind oder woraus auch immer sie besteht, schmeckt. Ich denke nicht, dass ich sie dann noch essen würde. Überhaupt macht ja die Konsistenz den Geschmack mit aus, denn die entsprechenden Nerven auf der Zunge werden ja von sich anpassenden Massen ganz anders berührt als von festen Materialien. Ein Hoch auf unser Schmecksystem!
Um dennoch auf meine Kosten zu kommen, habe ich die Erdbeerschnitte kurzerhand seziert und den Tortenguss vom darunterliegenden Obst-Biskuit-Teil getrennt. Dann hat's auch geschmeckt ;)
MuTZelchen - 22. Sep, 12:49
Kann ja wohl nicht wahr sein!
Kaum aufgestanden, kalten Bananen-Nektarinen-Milchshake klargemacht und Kaffee kochen gewollt. Kanne klappert aus der Hand, kippt... kaputt!
Kann klücklicherweise Kannenersatz im Internet kaufen. Klugerweise vorher bei Karstadt kucken? Klaro!
Kurzum: klassischer Fall kleiner Alltagskataströphchen.
MuTZelchen - 23. Aug, 17:57
Da sitz ich nun, die Finger in Arbeitshaltung an den Tasten asdfjklö klebend und überlege... soll ich, soll ich nicht? Mal wieder etwas erzählen, schreiben, die liebe Familie und die drei übrigen Hanseln mit Neuigkeiten aus der Welt der Endzeitstudierenden beglücken? Viel geht mir durch den Kopf, wenig bis in die Hände und der kleine Finger verabschiedet sich doch so gern vom Ö in Richtung Löschtaste!
Neulich hatte ich meine erste "echte" Schreibblockade. Da saß ich nur noch vor dem Rechner und dachte, nee, das kann's nicht sein, das löscht Du wieder. Was ich dann auch getan habe. Denn wenn ich's nicht gelöscht hätte, wäre das Ergebnis ein Text wie der hiesige geworden und das ist ja nicht im Sinne des Lesers. Dabei ging es aber nicht um einen Blogeintrag, sondern um einen Werbetext, oder eher eine Selbstvorstellung. Der Stadtführerkurs ist ja nun schon ein Weilchen her und nachdem das IHK-Zertifikat den Weg in mein Zimmer geschafft hat, möchte ich die erworbenen Kenntnisse ja auch anwenden. Der Abschluss selbst - nun ja, er ist nicht gleichzusetzen mit einem Jobangebot oder gar nichtendenwollenden Anfragen von Touristen. Nee, jetzt geht's ans Eingemachte: Incomingbüros und Hotels anschreiben, Visitenkarten drucken und schauen, wie man eine Dresden-Führung sonst noch an den Mann (oder eben die Frau. Oder Kinder. Oder am liebsten: alle zusammen!) kriegt. Eine Homepage ist am Entstehen, und diese braucht bekannterweise Inhalt.
Da war sie also, die Schreibblockade, der ewig zuckende kleine rechte Finger, die Frustration nach dem Nichtproduktivsein - Da ist sie jetzt, die Freude, wenigstens ein paar Buchstaben auf weißem Untergrund zu sehen und zu wissen: das liest dann wer!
In diesem Sinne starte ich die Saison für die Textmanufaktur FrischverMuTZt! Auf die Finger, fertig, los...
MuTZelchen - 17. Aug, 19:59
Keine Zukunftsängste mehr -
Stadtführen ist gar nicht so schwer!
Das Albertinum durft' ich erklären,
die Prüfer wollten sich gar nicht beschweren.
Brauch nicht verkaufen bei Karstadt und Wöhrl,
als zertifiziertes Stadtführergörl ;)
Danke für's Ausleihen Deiner Fotomappe, Lutz!
MuTZelchen - 28. Jun, 23:51
So ein Bauch, der macht was er will. Richtig gefallen hat er mir ja noch nie, was vielleicht auch an elterlichen Kommentaren wie "Ball verschluckt" und einer gewissen Unproportionalität zum restlichen Körper liegt. Am Ende kamen wir aber doch immer wieder überein, dass wir wohl nicht ohneeinander können - er nicht, weil er ohne mich ja so gar nichts wäre und ich nicht, weil sich ja jemand im Verd(r)auen um die gegessenen Marzipantortenstücke kümmern sollte.
Gestern aber haben wir uns gar nicht verstanden, hat er mich doch einfach mitten in der Nacht wachgemacht? "Mariaaaa, kümmer dich um mich, sonst tu ich we-eeehh..." - "Will nicht, will schlafen, lass mich in Ruh." - "Okee, dann tu ich jetzt einfach mal weh." Und tat weh. Weher. Ganz doll weh. Irgendwann verließ ich dann doch das Bett und trollte mich ins Badezimmer, wo mich das Bauchweh niederstreckte und mir dann auf dem Örtchen klarmachte, dass ich am Vorabend nicht ganz den Geschmack meines Magens getroffen habe. Autsch. Weh. Und weder Cola noch Kohletabletten im Haus :-(
Nun gut, wir haben uns wieder verstanden und den Tag mehr oder weniger in Einklang miteinander verbracht. Aber jetzt, da scheint er sich wieder was ausgedacht zu haben ... mir deucht, mein Bauch hat sich mit meinem nervösen Unterbewusstsein verbündet, damit ich mich ihnen und nicht den Themen für die Stadtführerprüfung widme. Also: genug gelernt, jetzt wird Bauch gestreichelt!
MuTZelchen - 25. Jun, 18:58
Gestern nacht bin ich nach einer kleinen Geburtstagsfeier nach Hause gelaufen, zumindest ein Stückchen, denn ich wollte irgendwo entlang des Weges in die Bahn steigen. An der Haltestelle vor der Elbe hatte ich noch mehr als eine Viertelstunde, also ging's erstmal noch vorbei an den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Als ich schon die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, flackerte mir statt einer Wartezeit das altbekannte Wörtchen "Verkehrsstörung" entgegen - ich dachte mir nix dabei und bin fein weitergelaufen, denn die nächste Station war nicht weit weg.
12 Gehminuten vor meiner WG las ich an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord: "Umleitung. Bombenfund an der Münchner Straße 3". Dreimal dürft Ihr raten, auf welcher Straße ich in Dresden wohne! Bevor ich also weiter ins Verderben lief, wurde erstmal telefoniert - meine Mitbewohnerin war evakuiert worden, die Entschärfungsarbeiten sollten bis ca. 4 Uhr morgens dauern. Nach einer halben Stunde Durchquerung von Dresden-Altstadt konnte ich nun also wieder die Rückrichtung antreten - kurz nach Mitternacht lag ich endlich im Bett meines Freundes. Gut, dass wir nicht zusammenwohnen ;)
Hier die SZ-Nachricht zum Bombenfund
MuTZelchen - 18. Jun, 08:37