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Lesen, Sehen und Hören

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Buh!

This is a teaser,
ein ganz fieser,
ein ganz kleiner,
aber feiner...


... erster Eintrag der dritten Periode meines Blogschreibens.

Fangen wir an mit einem Link auf das Buch, das ich gerade lese: "Rumo und die Wunder im Dunkeln". Ein Tipp für eingefleischte Fantasy-Fans, die im Herrn der Ringe den deutschen Humor und Anspielungen auf reale Welten vermisst haben und Liebhaber Käpt'n Blaubäriger Hirngespinste. Es geht um einen Hund Wolpertinger und sein Weg zum Glück. Eine nette Lektüre.

Dienstag, 30. Juni 2009

Dichtung

Ein neuer Eintrag muss her
- ist nicht schwer!

Oder doch

noch

was,

das
mein Treiben
benennt, niederschreiben?

Och nö.

Tschöö!

Freitag, 19. Juni 2009

Mein neues (altes) Lieblingsbuch.

Ich hab's zwar nun schon dreimal gelesen, aber erst jetzt fühl ich mich dem Werk gewachsen:



Ähnlich wie bei "Als ich ein kleiner Junge war" kann man hier dem Protagonisten gedanklich durch Dresden folgen und das bringt einem Dresdner die Geschichte noch ein wenig näher. Aber lest selbst!

Mittwoch, 17. Juni 2009

Fleischlose Propaganda

Und DAS jetzt, wo ich gar kein Vegetarier mehr bin...

Auch wenn ich Grundzüge der Aussage in diesem Video teile, selbst maximal den fleischgewordenen Gegenwert eines halben Schweins im Jahr esse und Tofu für lecker befinde - als Liebhaber von Wurstwaren würde mir ich nach Anschauen dieses Videos einfach nur an den Kopf greifen. Fleisch ist böse und Tofu gut, welche Schwarzweißteilung der Welt. Aber so ist sie nun einmal, die Front der Öko-Aktivisten.

Wo wir gerade dabei sind, habe ich schonmal meine interne Vegetarier-Kategorisierung vorgestellt? Folgende Schubladen stehen bereit:
  • Moralisten: sorgen sich um Seele und Schmerz der Tiere und können daher aus Gewissensgründen kein Fleisch essen. Bitte sagt ihnen nicht, dass in Bäckerkuchen Schweineschmalz und in Gummibärchen Gelatine steckt, sonst fangen sie an zu hungern!
  • Gesundheitsfanatiker: haben irgendwo gelesen, dass Fleisch dick, dumm und hässlich macht. Hier finden sich die meisten Fisch-Vegetarier ein, also solche, die nix gegen Nemo auf dem Teller haben. Um ihre Argumentation zunichte zu machen, darf Dirk Bach als Vorzeigevegetarier angeführt werden.
  • Ökologen und Ökonomen: sorgen sich um das Wohl unseres Planeten, da Fleisch- im Vergleich zur Getreideproduktion ein Vielfaches an Anbaufläche und Wasser zur Erzeugung der Energiemenge braucht.
  • Geschmacksvegetarier: mögen einfach kein Fleisch, sei es des Geschmacks, der Konsistenz oder optischer Gründe wegen. Denen kommt ihr nicht bei und nervt sie einfach nur durch Wiederholung der Aussagen "Aber so ein feeeeeeines Steak?", "Das ist ganz mager" und "DAS hast Du sicher noch nicht probiert!"
Übrigens finde ich, dass man Vegetariern und Tofu-Aktivisten ihre Überzeugungen lassen sollte, egal welche Gründe sie für ihren Fleischverzicht anführen. Es tut ja nun wirklich niemandem weh, wenn ein Schnitzel weniger verzehrt wird!

Freitag, 8. Mai 2009

Ach, wie romaaaantisch!

Um die Kritik an Heinrich Heine neulich wieder gut zu machen, hier ein Gedicht, das zwar nicht zur Hochzeitszeitung passt, aber meiner Meinung nach wirklich schön ist:

"Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen,
Mit Denken und Sinnen, Tag und Nacht,
Doch deine liebenswürdigen Augen,
Sie haben mich zum Entschluß gebracht.

Jetzt bleib ich, wo deine Augen leuchten,
In ihrer süßen, klugen Pracht -
Daß ich noch einmal würde lieben,
Ich hätt es nimmermehr gedacht."


Ob sich die Wise Guys bei "Irgendwas an ihr" dieses Gedicht zum Vorbild genommen haben?

Nachtrag: Hiermit schließe ich bis auf weiteres das Thema "Liebe, Hochzeit und Kinderkriegen" - ich geh mir ja selbst langsam auf die Nerven damit! Was soll ich auch tun, wenn meine Schwester mich in fast zwei Wochen auf Dauer mit meinem Nachnamen alleine lassen will. Das ist echt har(d)t, mann...

Samstag, 2. Mai 2009

Was für ein Heini!

Aus gegebenen Anlass wälze ich in letzter Zeit vermehrt (Internet-)Seiten zum Thema Liebe, Verliebtheit, Heiraten und wie man die Suchergebnisse in Zeitungsbeiträgen verarbeiten kann. Immer gut zur Stelle bei dem Thema ist Heinrich Heine, der angesichts seiner unzähligen Liebesgedichte scheinbar durchgängig verliebt - wahrscheinlich nicht immer in dieselbe - war. Ursprünglich mochte ich ihn ja wegen seiner philosophischen Zitate:

"Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt."

"Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf."

"Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat"


Wie wahr, wie wahr, denk ich mir und nehme mir vor, mir mal wieder ein längeres Heine-Werk zu Gemüte zu führen. Aber dann stoße ich auf folgende Heine-Zitate und merke, wie die Feministin in mir aufschreit:

"Es ist ein gebildetes Mädchen, denn sie hat volle Brüste."

"Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt, ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid!"


Ich muss mir noch stark überlegen, ob sich dieser Macho einen Platz in der Hochzeitszeitung meiner Schwester verdient hat...

Nachtrag: das vorletzte Zitat wurde von mir in Sekundärliteratur gelesen und wiedergegeben, ich war mir der ursprünglichen Quelle, in der es durchaus Sinn macht, nicht bewusst... Heine hat also doch wieder an Hochachtung meinerseits gewonnen ;)

Sonntag, 19. April 2009

Philosophisches

"Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns auf jeden Fall die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen. Wir können etwas unternehmen. Wir können Dinge tun. Und wir können mit dem, was wir tun, zufrieden sein."

Herrliches Zitat aus "Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky, dem Lieblingsbuch meiner Schwester!

Freitag, 23. Januar 2009

Ich trau mich nicht

Heute nacht konnte ich mal wieder kein Auge zu tun, denn ich hatte meinen ersten Bodo-Wartke-Abend zu verdauen. Herr W., Klavierkabarettist aus Bad Schwartau und nunmehr wohnhaft in Berlin, war nämlich gestern abend zu Gast im Schauspielhaus und ich bin mehr als froh, dass ich die 17 Euro für einen Platz im zweiten Rang ausgegeben habe.

Das Programm eine Mischung aus musikalischer Dichtung, Steptanz, Lesung und Standup-Comedy. Und immer wieder diese unglaublich genialen Reime - ich sage nur "Reise nach - Eisenach"! Wie kommt man da drauf? Das hätte ich ihn vielleicht nach der Vorstellung im Foyer fragen sollen, wenn ich nicht im Zustand der hiesigen Titelzeile geschwebt hätte...

Mittwoch, 21. Januar 2009

(Nicht) "Zuschlagen" (!)

Obwohl ich mich ziemlich sicher in der englischen Sprache fühle, habe ich gerade noch einmal nachgeschaut, ob es für "Slam" noch eine andere Übersetzung als die obige gibt. Immerhin, eigentlich bezieht sich das Zuschlagen nicht auf Bücher, sondern Türen - passen tut es im Kontext dennoch!

Gemeint ist der letzte Roman von Nick Hornby, "Slam". Aus der Perspektive eines knapp 18-jährigen Skaters aus London erzählt sich die Geschichte einer Teenage-Schwangerschaft, und das im doppelten Sinne. Denn die Hauptperson wird nicht nur selbst mit 16 Vater, die zukünftige Großmutter ist auch erst 32. Statt einem klischeehaften Unterschichtenbild gibt Hornbyischen Humor und Lebensweisheiten:

"I knew I was a coward, but sometimes you have to be a coward, don't you? There's no point in being brave if you're just going to get destroyed.

Was mich Hornby immer wieder begeistert, ist der Sprung zwischen den Zeiten, zwischen Erzählperspektiven ("A long way down" - vier Fast-Selbstmörder erzählen) und Erzählformen (Tagebuch? "Fever Pitch"). Auch in "Slam" ist ihm das mal wieder gelungen - mal wird die Hauptperson in die Zukunft gebeamt, mal spricht sie mit dem Leser und trotzdem wirkt es, als sei alles wie aus dem Leben gegriffen, normal eben bis auf die Situation mit dem Vaterwerden.

Ich empfehle mal wieder: lesen!

Sonntag, 21. Dezember 2008

So a Schmarrn!

Eine Meldung von Hauptstadt zu Hauptstadt: wenn die Prognose Wikipedias eintritt, und das in Wien gefloppte Musical "The Producers" nach Berlin umzieht, ist es nicht - ich wiederhole: NICHT - zu empfehlen. Als Fan des Unterhaltungstheater hab ich mich wirklich auf ein Stück Kultur in der österreichischen Metropole gefreut und war dem Humor des Mel Brooks dann wohl doch nicht gewachsen. Soviele Hakenkreuze, ausgestreckte rechte Arme und auch flachen Witze habe ich noch nie an einem Abend gesehen. Satire hin oder her, unser Urteil war dreieinig!

Katharinas Beitrag zu den letzten Zeilen:"Na, das ist nicht vernichtend genug: Grausam!"

Einen schönen vierten Advent aus Wien!

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