Samstag, 11. April 2009

Rikscha-Auftakt und Oster-Abgesang

Heute hat für mich die Rikscha-Saison wieder begonnen und mit ihr die Zeit des Auskunftgebens (heute mindestens dreimal: "Wie komme ich zur Altmarktgalerie?"), Fotografiertwerdens, Sprücheklopfens ("Man braucht ganz schön straffe Waden für so 'nen Job, oder?"), Begucktwerdens und Zurückguckens - die Legginsmode macht auch vor 50-jährigen Oberklasse-Touristen nicht Halt!

Mehr von der Frauenkirchenfront am Montag - ich ziehe mich zurück ins Oberlausitzer Kleinstadtleben, wo ich mit Familie und Mitbewohnerin den Osterreitern zugucken werde. Ich wünsche allen Mitlesern ein frohes Osterfest!

Freitag, 10. April 2009

Fastenzeit

Neulich fiel das Gespräch auf die Fastenzeit und wie (un-)üblich das vorösterliche Fasten in Deutschland sei. Dabei fiel mir auf, dass ich dieses Mal gegen fast alle gängigen Enthaltsamkeitsprinzipien verstoßen habe:
  • Seit Ende der Vorlesungszeit habe ich endlich mal wieder die Backbücher rausgeholt, fleißig Cookies gebacken und natürlich auch verzehrt.
  • Kaffee! Und Alkohol sowieso ... ;)
  • Ich habe angefangen, Fleisch zu essen.
  • Drei Flugreisen mit einer preis-leistungs-unverhältnismäßigen Airline, die mir auch noch weismachen wollte, dass sie umweltfreundlich sei
Wenn man's genau wissen will, faste ich dieses Jahr einfach mal das Fasten!

Dienstag, 7. April 2009

Fast fertiggewerkelt

Hatte ich schon erzählt, dass ich mal wieder umgezogen bin? Ja, ich weiß... ;)

Wollte nur stolz berichten, dass ab sofort alle meine Kleider auf einer Stange hängen und somit die Grobausstattung mit Möbeln vervollständigt ist. Fotos folgen. Vielleicht.

Montag, 6. April 2009

Mathematikerhumor

Das Sommersemester hat begonnen und mit ihm die Sprüche der Dozenten - hier mal ein Auszug aus der Auftaktvorlesung Computerstatistik:

Beim Öffnen eines Word-Dokuments (Mathematiker schwören auf LaTeX!): "Ich hab also keine ideologischen Bedenken..."

Über die Erklärfunktion der Statistiksoftware SPSS: "Das Erstaunliche ist, dass das die Leute immer noch nicht daran hindert, Statistik zu studieren" - da haben wir's wieder, der Mathematiker hält sich für was Besseres als "nur" ein Statistiker ;)

Erklärung, warum SPSS diverse Hyperlinks zur Übersichtlichkeit gesetzt hat: "Wenn sie dann quadratkilometerweise Angaben erzeugt haben..."

Ich gebe zu, für Nicht-Anwesende entbehren diese Sätze jeglichen Witzes, aber im Kontext hat es doch mehr als nur zum Schmunzeln angeregt. Zumal die Trockenheit des Humors wunderbar zum Image meines Faches passt.

Samstag, 4. April 2009

Party-Express

Seid Ihr schonmal mit der Disko nach Hause gefahren? Ich schon! Gestern haben wir nämlich den Geburtstag meiner Mitbewohnerin in der Straßenbahn ausgefeiert, "Rock the Tram" hieß die Party in zwei Wägen einer alten Tatra-Bahn. Die Musik war zwar nicht das Nonplusultra, aber auf jeden Fall tanzbar und die Bewegung des Fahrzeugs tat noch das Ihrige zu unserem Tanzstil dazu.




Die Fahrtroute war hauptsächlich neustadtlastig - es ging 23:00 Uhr am Albertplatz los, wo wir auch zu Mitternacht und 1:00 Uhr noch einmal Leute ein- und ausgeladen haben. Dazwischen tingelte die Bahn zwischen Wendeschleife Richtung Hellersiedlung, Neustädter Bahnhof und Neustädter Markt hin- und her. Unsere letzte Runde war dann eine glatte Stadtrundfahrt: über die Albertbrücke in die Johannstadt, von dort aus vorbei an Gläserner Manufaktur, Großen Garten und Hauptbahnhof in Richtung Coschütz. Gut, dass ich soeben an den Münchner Platz umgezogen bin, denn dort konnten wir morgens um 2:00 Uhr ganz bequem aussteigen und nach Hause laufen.

Sollte mal jemand zuviel Geld übrig haben, meinen Musikgeschmack besitzen und ebenfalls eine Straßenbahn zur Feierei mieten wollen - ich bin dabei!

Freitag, 3. April 2009

Hello Plauen!

Kurze Rede, langer Sinn: ich bin wieder "zuhaus" und habe den gestrigen Umzug bei Sonnenschein und mit Hilfe lieber Freunde gut ueber die Runden gebracht. Abends gab's dann die ersten Grillwuerste der Saison im Hof der Strehlener WG, zusammen mit alten, Jetzt-Wieder- und Haus-Mitbewohnern. Morgen wird ausgepackt!

Donnerstag, 2. April 2009

Goodbye Strehlen!

So schön es auch am Wasaplatz und seinen vielen kleinen Obst- und Spielzeugläden ist - es hat nicht gereicht, um meine "alte" WG am Münchner Platz zu ersetzen. Und da dort gerade ein Zimmer frei wird, bin ich mal wieder am Sachen packen. Soweit die Kurzversion ;)

Sollte mal wieder jemand Lust auf Postkartenschreiben bekommen, hier meine neue alte Adresse:

Nachtrag: inzwischen wohn ich da nicht mehr und muss es auch nicht veröffentlichen ;-)

Mein tolles Hochbett und die dazugehörige maßgeschneiderte Leiter bleiben übrigens in Strehlen und werden von meinem Nachmieter in Ehren gehalten. Danke für all die Hilfe beim Einrichten und sorry, dass es nicht von langer Dauer war!

Mittwoch, 1. April 2009

Rückblick: Lyon-Grenoble-Paris

Wenn man schonmal Zeit, Kleingeld und Freunde in Europa hat, dann sollte man das nutzen. Teil zwei der Reise führte mich also in die Region Rhône-Alpes und auf dem Rückweg nach Deutschland sogar nach Paris...


Frankreich, wie es leibt und lebt: im Streik. Am ersten Tag wurde ich am Platz Bellecour Zeuge der Studentendemonstration gegen das neue Hochschulgesetz, die nicht wie in Dresden als Aufmarsch, sondern als buntes Markttreiben mit allerlei Musik und Stimmung ausgestaltet wurde. Als ich abends dann bei meinem Couchsurfing-Gastgeber erzählte, dass ich am nächsten Tag mit der Bahn weiter in Richtung Grenoble wollte, meinte er ganz trocken, dass ich da Glück haben müsste, denn für den Donnerstag sei der Generalstreik in Frankreich ausgerufen. "la grève" - der Streik - dieses Wort hat sich ab nun fest in mein Französischvokabular eingebrannt.


Dem Generalstreik bin ich und ein Bekannter, den ich vorher vom Bahnhof abgeholt hatte (er kam mit einem Eurolines-Bus an!), letztendlich entkommen, indem wir zu Fuß zur Basilika auf den Lyoner Berg estiefelt sind und uns das ganze von oben angeschaut hab. Ich bin mir nicht sicher, was beeindruckender war, die übermäßig prunkvoll ausgestattete Kirche oder das Treiben da unten?


Es folgten ein Tag Ausspannen, Neuigkeiten austauschen und Sonne genießen in Bourgoin-Jallieu, wo unsere Gastgeberin gerade als Sprachassistentin in der Schule arbeitete. Abends ging's auf ein Konzert vom Chansonnier Camel Arioui, der mit seinem Lied "Je me souviens" an vergangene Französischstunden erinnerte, indem er die Konjugation des Verbs "souvenir" durchexerzierte. Außerdem demonstrierte er uns live die Bedeutung des Verbes "chalouper", das wir eine Gruppe fünf deutsch-italienischer Ausländer nicht verstanden hatten. Ich besitz jetzt obiges Poster und eine CD ;)


Am nächsten Tag ging's nach Grenoble, wo gerade das ein Jazzfestival stattfand. Insgesamt vier Konzerte konnten wir kostenlos mitnehmen, mein persönlicher Favorit waren diese fünf Stimmungsmacher mit dem schönen Namen "La Clique de Tramassac".


Eins der Konzerte fand oben auf der Grenobler Bastille statt, wohin man am besten mit der kugelförmigen Seilbahn kommt. Da die Franzosen sehr großzügig Jugend- und Studentenrabatte geben, haben wir uns das einfach mal geleistet.


Froschschenkel, was braucht es mehr zu sagen? Vielleicht, dass ich selbst nur ein Beinchen gegessen hab und es nicht meinem Teilzeitvegetariergeschmack entsprach. Falls ich das beurteilen kann, schmeckt's wie Hühnchen.
Mein eigenes Menü allerdings war komfort-züglich! Da hatten sich die 30 km Fahrradtour zum Restaurant und zurück doch gelohnt - Froschschenkel scheint es in der Gegend um Bourgoin nämlich nur auf dem Land zu geben. Wir nahmen an, das läge an fehlenden Froschteichen im städtischen Bereich, aber die Frage nach der Herkunft ließ mich dann doch über den Sinn des Gourmetessens nachdenken - die Frösche waren aus Indonesien.


Hinten im Bild: die übrigbleibenden Knochen. Ich will gar nicht wissen, wieviele Frösche für unser Mahl dran glauben mussten!


Der TGV führte uns über Lyon nach Paris, wo es eine herrliche Aussicht vom Eiffelturm über die Stadt gab. Wir sind Treppen gelaufen, bis auf die zweite Etage, danach geht es nur noch mit einem Aufzug weiter. Das wäre mir dann aber doch zu teuer und vor allem zu warte-aufwändig geworden...


Hier nur ein Beispiel der Paris-in-acht-Stunden-Entdeckungstour. Neben dem Arc de Triomphe waren wir noch am Montmartre, am Notre Dame und abends indisch essen in der Touristenmeile St. Michel. Und was kann man oben am Triumphbogen lesen?


Richtig, "Bautzen" und "Dresde(n)" - da kommen Heimatgefühle auf!

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Danke für den Artikel....
Danke für den Artikel. Er trifft m.E. so manchen Nagel...
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