Freitag, 10. Juli 2009

Kamikazekörper

Man kann fast meinen, mein Körper, oder zumindest der Teil ab den Knien abwärts, hat ein psychisches Problem, zumindest legt er immer wieder selbstverletzendes Verhalten an den Tag. Ich erinnere mich an den schönen Sonntagvormittag, an dem ich zu einem Konzert nach Pirna wollte und mir mein Bewegungsdrang suggerierte, mich ohne Benutzung aus dem Bett zu hangeln. Mein Schienbein wollte dann aber doch Kontakt zu einer Abstiegshilfe aufnehmen und so zeugt auch heute noch eine hübsche Narbe von meiner Ungelenkigkeit.

Weiter ging's im letzten Urlaub mit dem linken Fuß, der sich entschied, nach einer Blase auch noch Schmerzen zu erzeugen, was mich bis vor etwa zwei Wochen von laufintensiven Tätigkeiten abhielt. So war ich gestern voller Freude, wieder im vollen Besitz meiner physischen Fähigkeiten zu sein und wollte auf dem Weg zur Toilette einen Luftsprung vollführen.

Knacksbumm, umgeknickt! Auf Toilette und zurück zum Russischunterricht gehumpelt und gehofft, dass es so schlimm nicht sein würde. Dann zu Hause festgestellt, dass ein Gang zum Arzt vielleicht doch ratsam wäre...

Jedenfalls hab ich jetzt eine Schiene um den rechten Fuß und die Anweisung, diese vier Wochen lang zu tragen. Auch nachts und beim Schwimmen - und wenn's nicht wehtut, darf ich auch damit joggen gehen. Na dann frohen Sommer!

Nur so am Rande: Wusstet Ihr, dass ein Unfall auf dem Weg zur Toilette versicherungstechnisch als Arbeitsunfall abgerechnet werden kann, eine Verletzung während der Verrichtung des Geschäfts allerdings nicht? Ich wurde extra noch einmal darauf hingewiesen...

Dienstag, 30. Juni 2009

Dichtung

Ein neuer Eintrag muss her
- ist nicht schwer!

Oder doch

noch

was,

das
mein Treiben
benennt, niederschreiben?

Och nö.

Tschöö!

Freitag, 19. Juni 2009

Mein neues (altes) Lieblingsbuch.

Ich hab's zwar nun schon dreimal gelesen, aber erst jetzt fühl ich mich dem Werk gewachsen:



Ähnlich wie bei "Als ich ein kleiner Junge war" kann man hier dem Protagonisten gedanklich durch Dresden folgen und das bringt einem Dresdner die Geschichte noch ein wenig näher. Aber lest selbst!

Mittwoch, 17. Juni 2009

Fleischlose Propaganda

Und DAS jetzt, wo ich gar kein Vegetarier mehr bin...

Auch wenn ich Grundzüge der Aussage in diesem Video teile, selbst maximal den fleischgewordenen Gegenwert eines halben Schweins im Jahr esse und Tofu für lecker befinde - als Liebhaber von Wurstwaren würde mir ich nach Anschauen dieses Videos einfach nur an den Kopf greifen. Fleisch ist böse und Tofu gut, welche Schwarzweißteilung der Welt. Aber so ist sie nun einmal, die Front der Öko-Aktivisten.

Wo wir gerade dabei sind, habe ich schonmal meine interne Vegetarier-Kategorisierung vorgestellt? Folgende Schubladen stehen bereit:
  • Moralisten: sorgen sich um Seele und Schmerz der Tiere und können daher aus Gewissensgründen kein Fleisch essen. Bitte sagt ihnen nicht, dass in Bäckerkuchen Schweineschmalz und in Gummibärchen Gelatine steckt, sonst fangen sie an zu hungern!
  • Gesundheitsfanatiker: haben irgendwo gelesen, dass Fleisch dick, dumm und hässlich macht. Hier finden sich die meisten Fisch-Vegetarier ein, also solche, die nix gegen Nemo auf dem Teller haben. Um ihre Argumentation zunichte zu machen, darf Dirk Bach als Vorzeigevegetarier angeführt werden.
  • Ökologen und Ökonomen: sorgen sich um das Wohl unseres Planeten, da Fleisch- im Vergleich zur Getreideproduktion ein Vielfaches an Anbaufläche und Wasser zur Erzeugung der Energiemenge braucht.
  • Geschmacksvegetarier: mögen einfach kein Fleisch, sei es des Geschmacks, der Konsistenz oder optischer Gründe wegen. Denen kommt ihr nicht bei und nervt sie einfach nur durch Wiederholung der Aussagen "Aber so ein feeeeeeines Steak?", "Das ist ganz mager" und "DAS hast Du sicher noch nicht probiert!"
Übrigens finde ich, dass man Vegetariern und Tofu-Aktivisten ihre Überzeugungen lassen sollte, egal welche Gründe sie für ihren Fleischverzicht anführen. Es tut ja nun wirklich niemandem weh, wenn ein Schnitzel weniger verzehrt wird!

Freitag, 12. Juni 2009

No parking, please!

Ist ja schön, wenn manche Menschen noch Humor haben, allerdings kann man es mit Sarkasmus auch übertreiben. Folgendes Schild fand jedenfalls ich neulich morgens an meinem am Zaun angeschlossenen Fahrrad:



Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben! Wozu er "Und entsorgen" am Ende noch dazu geschrieben hat, bleibt mir ein Rätsel. Jedenfalls verstärkt der letzte Satz weder meine Angst vor dem Hausmeister, noch würde er mich dazu motivieren, die Räumungskosten zu zahlen.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Obamarama

Kaum ist man mal eine Woche weg, verwandelt sich Dresden aschenputtelmäßig von Landes- zu Obama-Hauptstadt. Es wurde sogar eine Homepage zum Besuch des amerikanischen Präsidenten eingerichtet, in der man allerlei Lobpreisungen, Huldigungen und sogar einen Fotowettbewerb finden kann:

"Zu gewinnen gibt es 3x1 Biographie: wahlweise von Barack oder Michelle Obama – und handsigniert von der Dresdner Oberbürgermeisterin!"

Ich bin ehrlich gesagt nicht sonderlich scharf auf Frau Orosz' Unterschrift und begnüge mich morgen damit, für die Dresdner Obama-Fangemeinde Tanzmusik zu produzieren. Um 14:00 Uhr am Altmarkt!

Donnerstag, 28. Mai 2009

Happy days in Roma!

Was waere ein studentischer Urlaub ohne ein bisschen Abenteuer? Oder ein Hostel in einer europaeischen Metropole ohne Amerikaner? Oder Italien ohne Gelato?

All diese essentiellen Dinge habe ich in diesen ersten 24 Stunden schon erleben, sehen oder schmecken duerfen und so sitze ich nun vor dem Computer des Hostels "HappyDays", deren spanisch-franzoesische Betreiber uns gestern eròeffnet haben, dass sie unsere Buchung nicht erhalten haben. Nachdem wir noch "die letzten freien Betten" fuer die erste Nacht zum doppelten urspruenglich vereinbarten Preis ergattert hatten, muessen wir heute nacht in das Zimmer zur Strasse umziehen und haben von Hostelseite aus noch keine gesicherten Uebernachtungen ab Freitag nacht.

Nachdem ich Freunde antelefoniert und im StudiVZ nach Wohnungsangeboten gesucht habe, versuchen wir es nun auf "konventionelle" Weise: wir haben im Internet eine Ferienwohnung gefunden, die uns pro Nacht und Person fuenf Euro mehr als das Hostel abverlangt, aber immerhin ein eigenes Bad, eine eigene Kueche und damit einiges mehr an Komfort bietet. Gebucht haben wir auch schon.

Interessanter Kommentar zur Empfangsbestaetigung: "Bitte speichern Sie diese Seite oder notieren Sie sich die Buchungsdetails (denken Sie an die Umwelt, bevor Sie drucken)."

Mittwoch, 27. Mai 2009

So'n Käse!

Eigentlich mag ich ja nicht, wenn man Essen fotografiert, aber hier sieht man den zeitlichen und optischen "Verfall" einer Hochzeitskäseplatte so schön:



Nebenbei bemerkt war der Käse mehr als lecker und ich hätte auf das ganze restliche Buffet verzichten können, wäre es nicht auch so toll gewesen... ;)

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Der Artikel gefällt mir...
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Danke für den Artikel....
Danke für den Artikel. Er trifft m.E. so manchen Nagel...
Waldwuffel (Gast) - 4. Mär, 22:04

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