MuTZelchen - 22. Mai, 17:15
Da ja morgen
Maria (oller Egomane, ich!) Christi Himmelfahrt , für einige wenige geläufiger unter Männer- oder Vatertag, ist und ich dann keine Uni habe, wollte ich hiermal den Zwischenstand vom Murphy-Maria-Rennen dokumentieren:
Die Russischstunde musste ein weiteres Mal dran glauben, ebenso zwei Vorlesungen und ein von mir vertrödeltes Mittagessendate. Gestern abend hat sich sogar mein Mitbewohner sorgend bei mir erkundigt, ob ich noch lebe und alles okay sei. Die Antwort lautet: ja, mir geht's blendend! Zwar hab ich so einiges zu tun, aber bis auf die zeitweise auftretende Müdigkeit fühl ich mich super, und das liegt nicht zuletzt daran, dass ein Teil meiner Rastlosigkeit durch neue Freundschaftskonstellationen und Kulturprogramm (Orchesterproben, Semperoperbesuche) begründet ist. "Freizeitstress" also, den ich im Moment nur allzu gerne auf mich nehme...
Und damit auch andere mal von meinen Dresdner Kulturstreifzügen profitieren können, hier eine Empfehlungen: geht mal ins Verkehrsmuseum und schaut Euch die derzeit dort laufende Sonderausstellung
"The art of the poster" an! Da werden Bilder gezeigt, die später als Poster in der Londoner U-Bahn umgesetzt wurden, echt kreative Ideen und künstlerisch abwechslungsreich. Da die Ausstellung selbst recht klein ist, kann man sich nachher auch noch den Film über Dresden oder ein paar fahrbare Untersätze anschauen...
Ich für meinen Teil freue mich über den freien Tag morgen, an dem ich noch ein wenig arbeiten, aber doch auch ausspannen werde und mich jauchzend auf das Hochzeitsfeste am Wochenende freuen werde ;)
MuTZelchen - 20. Mai, 15:54
Mein Zeitplan ist in letzter Zeit etwas, sagen wir, knapp gestrickt. Da ist zum einen die nahende Hochzeit meiner Schwester - verbunden mit Planungs- und Gestaltungsaufgaben, zum anderen ein gut gefülltes Nebenberufsleben (Hausaufgabenkorrekturen, ein kleines Projekt bei einer Dresdner Firma und aller drei Wochen mal eine Rikschafahrt) und nicht zuletzt habe ich ja auch noch ein Privatleben. Dass ich noch zur Uni gehe(n sollte), ist klar...
Jedenfalls schien mein Tagesplan heute ganz gut aufzugehen und so bin ich in die Uni geradelt, wollte dort meinen Laptop auspacken, um noch ein wenig an der Hochzeitszeitung zu arbeiten. Statt hochzufahren verlautete mein Computer dann die mir wohlbekannten Krankenhaus-Sterbegeräusche: "tuut, tuut, tuuut" - das macht er immer, wenn er keinen Strom mehr hat. Mein Akku ist schon lange tot.
Nach anfänglicher Panik war mir klar: Murphy hat zugeschlagen, das Netzteil ist kaputt. Und das, obwohl ich gestern noch damit gearbeitet habe - böser Murphy...
Glücklicherweise ist der Elektronikladen nur fünf Fahrradminuten von der Uni entfernt, sodass mich die Ersatz-Beschaffung inklusive Warte- und Beratungszeit nur eine dreiviertel Stunde gekostet hat. Aber auch diese Zeitspanne muss ich mir aus dem heutigen Pensum herausschneiden und so sitze ich statt in der Vorlesung jetzt am heimischen Küchentisch und verbrate die 45 Minuten Extra-Zeit - eine Vorlesung dauert schließlich anderthalb Stunden - mit Bloggen, Emails beantworten und Planändern. Drei Kreuze, wenn ich den Kampf gegen Murphy's Law in den nächsten zwei Wochen gewinne!
MuTZelchen - 12. Mai, 14:40
Um die Kritik an Heinrich Heine neulich wieder gut zu machen, hier ein Gedicht, das zwar nicht zur Hochzeitszeitung passt, aber meiner Meinung nach wirklich schön ist:
"Ich hab mir lang den Kopf zerbrochen,
Mit Denken und Sinnen, Tag und Nacht,
Doch deine liebenswürdigen Augen,
Sie haben mich zum Entschluß gebracht.
Jetzt bleib ich, wo deine Augen leuchten,
In ihrer süßen, klugen Pracht -
Daß ich noch einmal würde lieben,
Ich hätt es nimmermehr gedacht."
Ob sich die Wise Guys bei
"Irgendwas an ihr" dieses Gedicht zum Vorbild genommen haben?
Nachtrag: Hiermit schließe ich bis auf weiteres das Thema "Liebe, Hochzeit und Kinderkriegen" - ich geh mir ja selbst langsam auf die Nerven damit! Was soll ich auch tun, wenn meine Schwester mich in fast zwei Wochen auf Dauer mit meinem Nachnamen alleine lassen will. Das ist echt har(d)t, mann...
MuTZelchen - 8. Mai, 12:49
Nicht nur, dass ich mich soeben mit einer halb deutsch, halb englischen Excel-Tabelle herumärgere - in meinem Leben sieht es heute irgendwie auch zwei- bis mehrsprachig aus. Ich arbeite hier mal wieder im "Home Office", lege zwischendurch Pausen im Facebook sowie dem deutschen Äquivalent ein, überdenke die heute gelernte Bildung des Instrumentals (der fünfte Fall im Russischen) und gönne mir nebenbei einen Wein. Zugegebenermaßen ist letzterer nicht französisch, sondern ein halbtrockener Dornfelder, also doch ziemlich deutsch.
Wie gern wär ich jetzt inna Hauptstadt und würde statt fremdzuworteln das Icken lernen... Jeht jar nich', wa?
Wohl bewusster Vor- statt Nachtrag: ich sollte eigentlich arbeiten und versuche grad durch anderweitige Beschäftigung etwas Abstand und damit wieder Konzentration zu erlangen. Also Verzeihung, wenn dieser Beitrag nicht sonderlich informativ war.
MuTZelchen - 5. Mai, 19:14
Aus gegebenen Anlass wälze ich in letzter Zeit vermehrt (Internet-)Seiten zum Thema Liebe, Verliebtheit, Heiraten und wie man die Suchergebnisse in Zeitungsbeiträgen verarbeiten kann. Immer gut zur Stelle bei dem Thema ist Heinrich Heine, der angesichts seiner unzähligen Liebesgedichte scheinbar durchgängig verliebt - wahrscheinlich nicht immer in dieselbe - war. Ursprünglich mochte ich ihn ja wegen seiner philosophischen Zitate:
"Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt."
"Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf."
"Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat"
Wie wahr, wie wahr, denk ich mir und nehme mir vor, mir mal wieder ein längeres Heine-Werk zu Gemüte zu führen. Aber dann stoße ich auf folgende Heine-Zitate und merke, wie die Feministin in mir aufschreit:
"Es ist ein gebildetes Mädchen, denn sie hat volle Brüste."
"Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt, ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid!"
Ich muss mir noch stark überlegen, ob sich dieser Macho einen Platz in der Hochzeitszeitung meiner Schwester verdient hat...
Nachtrag: das vorletzte Zitat wurde von mir in Sekundärliteratur gelesen und wiedergegeben, ich war mir der ursprünglichen Quelle, in der es durchaus Sinn macht, nicht bewusst... Heine hat also doch wieder an Hochachtung meinerseits gewonnen ;)
MuTZelchen - 2. Mai, 10:16
Hier noch ein Eindruck von der Fahrraddemonstration auf der A17...

(na, wo bin ich wohl?)
... und von Ostersamstag am Albertplatz:

MuTZelchen - 30. Apr, 00:12
Heute war Oberelbe-Marathon, bei dem zwei meiner Bekannte ihr Sehr-Langstrecken-Debüt gegeben haben. Ich bin mit meinem Fahrrad mal die Strecke entlang geradelt, um sie auf gut Glück zu erwischen. Hut ab vor Marathonläufern - das Tempo, in denen die meisten an Kilometer 30 gelaufen sind, würde ich selbst noch nicht einmal 20min lang aushalten! Und selbst auf der Zielrunde im Steyer-Stadion waren die meisten noch ganz fix unterwegs und sahen teilweise so aus, als waren sie nur mal eben eine Runde im Großen Garten laufen.
Fotos vom Marathon kann ich leider nicht liefern, da ich meine Kamera nach einer Applaudierpause am Blauen Wunder eben dort liegen gelassen hatte. Glücklicherweise dies hatte ein anderer Zuschauer, der mir nachmittags sogar mit seinem Handy zum Antelefonieren anderer Anfeurer ausgeholfen hatte, bemerkt und so konnte ich sie mir nach dem Zieleinlauf meiner Freunde an der Albertbrücke abholen. Danke nochmal!
MuTZelchen - 26. Apr, 19:23