Samstag, 2. Mai 2009

Was für ein Heini!

Aus gegebenen Anlass wälze ich in letzter Zeit vermehrt (Internet-)Seiten zum Thema Liebe, Verliebtheit, Heiraten und wie man die Suchergebnisse in Zeitungsbeiträgen verarbeiten kann. Immer gut zur Stelle bei dem Thema ist Heinrich Heine, der angesichts seiner unzähligen Liebesgedichte scheinbar durchgängig verliebt - wahrscheinlich nicht immer in dieselbe - war. Ursprünglich mochte ich ihn ja wegen seiner philosophischen Zitate:

"Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt."

"Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf."

"Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat"


Wie wahr, wie wahr, denk ich mir und nehme mir vor, mir mal wieder ein längeres Heine-Werk zu Gemüte zu führen. Aber dann stoße ich auf folgende Heine-Zitate und merke, wie die Feministin in mir aufschreit:

"Es ist ein gebildetes Mädchen, denn sie hat volle Brüste."

"Sonderbar, sowie das Weib zum denkenden Selbstbewußtsein kommt, ist ihr erster Gedanke ein neues Kleid!"


Ich muss mir noch stark überlegen, ob sich dieser Macho einen Platz in der Hochzeitszeitung meiner Schwester verdient hat...

Nachtrag: das vorletzte Zitat wurde von mir in Sekundärliteratur gelesen und wiedergegeben, ich war mir der ursprünglichen Quelle, in der es durchaus Sinn macht, nicht bewusst... Heine hat also doch wieder an Hochachtung meinerseits gewonnen ;)

Donnerstag, 30. April 2009

Foto-Nachträge

Hier noch ein Eindruck von der Fahrraddemonstration auf der A17...

(na, wo bin ich wohl?)

... und von Ostersamstag am Albertplatz:

Sonntag, 26. April 2009

Run Forrest, run!

Heute war Oberelbe-Marathon, bei dem zwei meiner Bekannte ihr Sehr-Langstrecken-Debüt gegeben haben. Ich bin mit meinem Fahrrad mal die Strecke entlang geradelt, um sie auf gut Glück zu erwischen. Hut ab vor Marathonläufern - das Tempo, in denen die meisten an Kilometer 30 gelaufen sind, würde ich selbst noch nicht einmal 20min lang aushalten! Und selbst auf der Zielrunde im Steyer-Stadion waren die meisten noch ganz fix unterwegs und sahen teilweise so aus, als waren sie nur mal eben eine Runde im Großen Garten laufen.

Fotos vom Marathon kann ich leider nicht liefern, da ich meine Kamera nach einer Applaudierpause am Blauen Wunder eben dort liegen gelassen hatte. Glücklicherweise dies hatte ein anderer Zuschauer, der mir nachmittags sogar mit seinem Handy zum Antelefonieren anderer Anfeurer ausgeholfen hatte, bemerkt und so konnte ich sie mir nach dem Zieleinlauf meiner Freunde an der Albertbrücke abholen. Danke nochmal!

Freitag, 24. April 2009

Ruhe bitte!

Aus meiner nunmehr beträchtlichen Umzugserfahrung ergeben sich verschiedenste Kriterien, die meine Wohnung erfüllen sollte (und größtenteils tut!):
  • kein Schimmel
  • eine richtig dimensionierte Heizung
  • ein Wasserdruck, der das Duschen jederzeit möglich macht
  • ein nicht-schlauchförmiges Zimmer für mich
  • Ruhe nachts
Besonders letzter Punkt ist ein sehr sensibler, denn was kann man tun, wenn die schönste Wohnung der Welt nun einmal an der schönsten und damit am liebsten befahrensten Straße der Welt liegt?

Nunja, die A17 mag zwar nicht die schönste Straße der Welt sein, sie führt aber dennoch am Stadtteil Lockwitz in Dresden vorbei und beschert den dortigen Anwohnern eine durchgängige Beschallung. Da den Lockwitzern und auch dem Dresdner Ortsverband des Verkehrsclubs Deutschlands das nicht besonders gut gefällt, haben sie für morgen eine Fahrraddemonstration für bessere Lärmschutzbauten an der A17 organisiert. Und damit das ganze auch Gehör findet, findet diese da statt, wo sonst der Lärm produziert wird: auf der Autobahn. Aus Solidarität und ein wenig aus Neugier werde ich mit der Rikscha dabei sein.

Donnerstag, 23. April 2009

Ich arbeite jetzt bei IKEA.

Stimmt zwar nicht ganz, war aber gestern trotzdem wahr, denn ich darf derzeit gegen Bezahlung Hausaufgaben der Viertsemestler korrigieren. Dies hat den Vorteil, dass ich zum einen den Stoff automatisch wiederhole und zum anderen meine Zeit frei einteilen kann. Und da mein "Home office" nicht unbedingt zu Hause sein muss, hab ich es kurzerhand zu IKEA verlegt und nebenbei noch die schwedische Systemgastronomie ausgekostet:



Den Kaffee gab's übrigens auf's Haus, weil ich ja jetzt zur Familie gehöre ;)

Mittwoch, 22. April 2009

Psycho-Mathe

Wo wir gerade schon bei Lebensweisheiten und seelen(un)befriedenden Interpretationen sind - ich dachte ja, mit dem Wechsel meines Studienfaches der Psychologie des Menschens, zumindest was deren Theorie betrifft, entkommen zu sein. Gestern in "Dynamische Systeme" klang das allerdings ganz anders:

"Wir betrachten also die gestörte Familie..."

Da sich sowohl Satz als auch Situation in mein Gedächtnis verankert haben, wird es wohl nicht schwer, später den dazugehörigen Stoff für die Prüfung zu lernen. DAS ist auch Psychologie!

Sonntag, 19. April 2009

Philosophisches

"Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns auf jeden Fall die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen. Wir können etwas unternehmen. Wir können Dinge tun. Und wir können mit dem, was wir tun, zufrieden sein."

Herrliches Zitat aus "Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky, dem Lieblingsbuch meiner Schwester!

Freitag, 17. April 2009

Halsabschneider

Ich muss mal eben Luft schnappen, und das möglichst ohne Erinnerung an Sauerstoff und dessen chemische Beschreibung. O2 ist ein Arschloch, hab ich das schonmal erwähnt? Ja genau, vor etwa einem halben Jahr, als ich meine Homezone wechseln und meine neue SIM-Karte aktivieren wollte. Und damals habe ich noch behauptet, ich sei die unflätige, muffelnde Kundin, die es den Servicemitarbeitern schwer macht.

Tatsächlich war ich auch heute nicht übermäßig freundlich, aber immerhin darauf bedacht, dass der Call-Center-Agent (schon, dass die alles auf Englisch aussprechen müssen, find ich furchtbar!) ja nix für die Geldgeilheit seines Arbeitgebers kann. Ich habe ihm also gleich von vornherein gesagt, dass ich das Gespräch aus Kostengründen - 62 Cent pro Minute! - kurz halten möchte und meinen Tarif wechseln muss. Denn eine Homezone wird in meiner neuen alten Wohnung nicht mehr angeboten...

Ein Tarifwechsel ist tatsächlich möglich geworden, allerdings zu horrenden Konditionen. Wurde mir vor einem halben Jahr, als ich meinen Handyvertrag aufgeben wollte, ein Angebot mit 100 Freiminuten, 100 Frei-SMS und zusätzlich drei Monaten Kostenübernahme zu 10€ pro Monat angeboten, kostet mich die Umstellung auf ebendiesen Tarif nun 50€. Ohne drei Monaten Frei-Telefonie.

Sorry O2, aber mich seid Ihr nach Ende der Vertragslaufzeit endgültig los!

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Danke für den Artikel....
Danke für den Artikel. Er trifft m.E. so manchen Nagel...
Waldwuffel (Gast) - 4. Mär, 22:04

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