Montag, 21. April 2008

Abschluss der Skisaison... vielleicht ;)

Was soll man groß zum gestrigen Tag schreiben? Lassen wir einfach Bilder sprechen:









Samstag, 19. April 2008

Sweden Hold'em

Gestern abend war ich nun endlich mal in einer anderen Wohnung als der meinigen, wenn auch "nur" bei zwei Sachsen. Wir wollten eigentlich Skat spielen. Aber dann stand plötzlich ein Pokerkoffer auf dem Tisch und Stefan, der vierte Deutsche in der Runde, erklärte die Regeln von Texas Hold'em. Bisher hatte ich mich ja nicht so sehr für Poker begeistern können...

Nachdem eine Runde recht schnell zugunsten von Stefan verspielt war, kamen noch vier Schweden, die sogleich mitpokerten. Resultat: ein Mischmasch aus Deutsch ("Drilling!"), Schwedisch ("Jag är ut.") und Englisch ("Check"/ "Raise"), sowie eine Maria, die mit ein wenig Glück (große Straße!) und viel Können (Wahrscheinlichkeitsrechnung!) plötzlich richtig viel Spielgeld vor sich liegen hatte. Leider ist das dann im schlussendlichen Deutsche-gegen-Schweden-Showdown an den Gegner gegangen.

Immerhin: meine Glücksspielphobie ist vorbei und ich freu mich schon auf Pokerabende in Dresden!

Freitag, 18. April 2008

Postkartenaktion: Stand 18.04.08

Meine Familie ist die beste, jawollja: 3 Karten von Verwandten (Onkels und Eltern), 1 von einer Blogleserin aus der Schweiz. Und eine Karte ist aus Saudiarabien unterwegs - mal schauen, ob sie's schafft ;)

Nochmal zur Erinnerung - meine Adresse ist die Smedjegatan 11b in S-98323 Gällivare, mein Name immer noch Maria Hardtmann und meine Zimmerwände immer noch hungrig auf Postkarten.

Donnerstag, 17. April 2008

Backe, backe Kuchen

Morgen ist mal wieder Fikapaus, und diesmal bin ich an der Reihe, einen Kuchen mitzubringen. Da es sich bisher immer seeeehr sahnig gestaltet hatte, wollte ich eigentlich einen typisch deutschen Kuchen backen. Zuerst dachte ich an den guten alten Buttermilchkuchen oder eine Quarkkuchenvariante. Beide würden hier aber, wie so oft im Ausland, an der Verfügbarkeit des jeweiligen Milchproduktes scheitern. Dann dachte ich an meinen Geldbeutel und hatte mich schon fast für Streuselkuchen entschieden, als ich durch Zufall auf den schwedischen "Kladdkaka" aufmerksam wurde. Übersetzt "Klebekuchen" sollte es wohl so eine Art Brownie sein, die schön klebrig, süß und ungesund ist. Und eben ur-schwedisch.

Als ich mir das Rezept beim Backen näher angeschaut hab, bekam ich dann doch noch große Augen - doppelt so viel Zucker wie Mehl! Und das volumenmäßig, denn fast alle Mengenangaben waren in dl. Seht selbst:



2 Eier
300ml Zucker
4EL Kakao
1TL Vanillezucker
100 ml Butter zerlassen
150 ml Mehl

Wie man sehen kann, benutzt man kein Backtriebmittel, deswegen ist die Feuchtigkeit des Kuchens schon fast vorprogrammiert. Von meiner eben durchgeführten Kostprobe kann ich bestätigen, dass er durchaus brownieähnlich schmeckt.
















Und das bringt mich mal wieder darauf: wer guckt eigentlich wem was ab - die Amerikaner den Schweden oder die Schweden den Amerikanern? Immerhin gibt es "cinnamon rolls" schon lange als "kanelbullar", "apple pie" als "äppel paj" , und das Brot hier ist fast ebenso weich wie in den USA. Auch sonst - fast jeder besitzt sein eigenes mehr oder minder wärmedichtes Holzhäuschen, hat ein vielfahrendes Auto und im Winter geht man Eisangeln oder "Skoter" (in den USA "Snowmobil") fahren.

Aber eigentlich ging es ja ums Backwerk: die Schweden mögen es süß und sahnig! Wenn man hier in eine Konditorei - Bäckereien, so mit Brot und Brötchen, hab ich noch keine gesehen - geht, dann gibt es die Auswahl zwischen folgenden Klassikern:
  • Bullar, Schnecken in allen Variationen, allen voran die Kanelbulle
  • Wienerbröd, das heißt Blätterteig mit diversen Füllungen (am besten Sahne!)
  • Morötskaka - ja, Möhrenkuchen!
  • Rumkugeln, Punschrullen und Kokoshaufen

Mittwoch, 16. April 2008

Ältere Leute

Vielleicht ist es ja bloß der erste Eindruck, aber mir gefallen hier spontan die älteren Leute besser als in Deutschland. Das mag daran liegen, dass die Frauen hier zu ihrem echten Haar stehen, und nicht ab 45 auf Dauerwelle auf "unauffällig mittelbraun" Gefärbtem umsteigen. Und das, obwohl in dieser Stadt mehr Frisörsalons als Supermärkte stehen.

Man fragt sich natürlich, ob es denn so schlau ist, als älterer Mensch in einem schneereichen Gebiet zu wohnen, eisglatte Fußwege sind nunmal nicht besonders knochenfreundlich. Dieses Problem wurde in Schweden wirklich perfekt gelöst: die hiesigen Schlitten haben etwas längere Kufen, dafür aber keine durchgehende Sitzfläche, sondern eine Halterung in Armhöhe. Eignet sich wunderbar als Geh- bzw. Rutschhilfe.

Dienstag, 15. April 2008

Schwedische Sauna

My home is my castle, die Sauna meine Bastei - das dachten sie wahrscheinlich, als sie DAS finnische Wort schlechthin verwarfen und den heißen Raum im Keller "Bastu" nannten. Und frei nach dem "Ich lebe schon"-Prinzip gehört hier auch tatsächlich eine Sauna zur Grundausstattung einer Wohnanlage. Also nicht nur in Häusern der gehobenen Mittelschicht, sondern auch in Mietklötzen, wie ich einen bewohne.

Insofern ist es schon traurig, dass ich erst nach einem Monat Lappland das erste Mal in der Sauna war. Und zwar nicht zu Hause, sondern im Schwimmbad. Das wiederum liegt daran, dass alleine saunieren einfach mal keinen Spaß macht, vor allem wenn man sich vorher in eine Liste eintragen muss und dann vielleicht noch den Ofen anheizen. Mein Mitbewohner ist zwar theoretisch auch ein Saunagänger, hat dem Spaß aber lieber allein mit seiner Freundin gefrönt. Kann ich irgendwie auch verstehen, Nacktsein ist so eine Sache zwischen Mitbewohnern - mein "Ex"(Mitbewohner) hatte zum Beispiel Angst, dass ich dann hüllenlos durch die Wohnung laufen könnte. Würd ich doch nie tun... ;)

Zurück in die Schwimmhallen-Sauna: ich wurde relativ komisch angesehen, als ich mein Handtuch ausbreitete, um es mir darauf bequem zu machen. Die Schweden nehmen nämlich einfach gar keine Unterlage mit. Stattdessen steht ein Bottich mit Wasser im Raum, dessen Inhalt sowohl zum Aufguss als auch zum Saubermachen der Sitzfläche gedacht ist. Allerdings ist das Wasser darin schon ziemlich warm, sodass man nur begrenzt was dagegen machen kann, dass einem beim Hinsetzen heiß am Hintern wird. Geschweigedenn anderen empfindlichen Körperteilen, wenn man sich doch mal hinlegen will. Da zieh ich persönlich mein Handtuch vor!

Sonntag, 13. April 2008

Postkartenaktion: Stand 13.04.08

Die erste Postkarte ist eingetrudelt - vielen Dank, Onkel Gernot!

Allerdings reicht eine Karte natürlich noch nicht für die Gestaltung aller drei verfügbaren Wände meines Zimmers. Ich habe deshalb also erstmal mit selbstgekauften vorlieb genommen:



Damit können sich die nächsten sechs sogar aussuchen, welche Postkarte sie von hier bekommen möchten - bitte schreibt mir!

Freitag, 11. April 2008

Schweden feiert und ich bin nicht dabei :(

Über mir läuft scheinbar grad eine Party. Ich sitz hier unten und frag mich: wie schaff ich es, auch zu so was eingeladen zu werden? "Einfach hingehen" gilt nicht, dafür bin ich zu schüchtern...

Ironie des Schicksals

Kaum habe ich mal geschrieben, dass man hier ohne Personnummer nicht weit kommt und dass ja "so viel passiert" sei, trifft mich die Realität beider Aussagen: heute vormittag sollte ich dienstlich einige Erledigungen in der Stadt machen. Dazu gibt es in der Firma einen alten Pickup, den ich dann auch glatt genommen habe. Zurück im Gewerbegebiet mache ich noch einen Stopp beim Haupthäuschen, um die Post zu holen. Dann will ich links abbiegen - ich sehe noch den Geradeausfahrenden auf mich zukommen - wumms, schon trifft mich das andere Auto, ein Audi A4, auf der linken Seite. Mein Kopf grüßt mal eben die Scheibe, der Frühstückskuchen den Boden, die Post segelt auf meinen Schoß. Nachdem ich mich selbst erfolgreich auf Ganzheitlichkeit geprüft hab, gehe ich nach draußen und schau mir den Schlamassel an.



Wegfahren kann man das Auto nicht mehr, das linke Rad hat sich im Rahmen verkeilt. Wir schleppen es mit dem firmeneigenen Gabelstapel-Traktor zum Betrieb und dort diskutieren wir auch erstmal über die Vorfahrtsfrage - gilt denn in Schweden rechts vor links auf Privatgelände? Oder müssen alle Abbieger nachsehen? Oder ist etwa generelle Vorsicht geboten? Mir war ja vorher schon aufgefallen, dass hier Vorfahrtsstraßen nicht immer in Begleitung eines Vorfahrtszeichen auftreten...

Am schlimmsten fand ich jedoch das Ausfüllen des Versicherungsformulars. Obwohl die Schweden ja sonst immer ganz international sind (Filme und Werbung in Originalsprache, Lebensmittel aus aller Herren Länder, usw.), fand ich im Internet keine englische oder gar deutsche Version, sodass ich mich mithilfe von Jenny und einer lieben deutschen Kollegin durch den Angabendschungel kämpfte. Und wie überall hier - die Personnummer war anzugeben. Wir haben uns dann mit der "samordningsnummer", die auf meiner Steueranmeldung zu finden war, beholfen.

Nungut, es gab keinen körperlichen Schaden und finanziell werden wohl auch die beiden Versicherungen aufkommen. Mein Vater meinte, "jetzt hast du das auch mal erlebt und weisst, wie man in solchen Situationen reagiert". So kann man's auch sehen. Eine gute Seite hat's tatsächlich: ich hab heute mindestens fünf neue Wörter gelernt und falls ich doch mal Versicherungsmathematiker werden will, kann ich dann wenigstens fachspezifische Schwedischkenntnisse vorweisen ;)

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Der Artikel gefällt mir...
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deprifrei-leben - 4. Mär, 23:13
Danke für den Artikel....
Danke für den Artikel. Er trifft m.E. so manchen Nagel...
Waldwuffel (Gast) - 4. Mär, 22:04

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