Schweden

Samstag, 13. Dezember 2008

Vi firar Luciafesten

Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Schweden-Kunde, denn heute ist der 13. Dezember, Tag der Heiligen Lucia von Syracus. Kürzester Tag im Julianischen Kalender und Tag der Wahrheit für kleine Schwedinnen, denn nur eine darf mit Lichterkrone im Haar die Luciaprozession anführen, die anderen müssen sich mit einer Kerze in der Hand begnügen. (Als man mir das im Schwedischunterricht erzählte, musste ich an die Sorbische Vogelhochzeit denken und dass ich immer nur der Storch oder der Uhu war...)

Jedenfalls werde ich heute auch ein wenig lichteln:


Nachtrag: als ich den Beitrag veröffentlichte, war schon der erste Gast von dreien anwesend und ich wollte doch ein guter Gastgeber sein... auf dem Bild sieht man übrigens neben Tischdecke, Kerzen und Elchen ein paar pseudo-schwedische Leckereien, nämlich Köttbullar, Kartoffelsalat, Gille-Kekse und Marabou-Schokolade. Dazu gab's Glögg von Ikea und zwei schwedische Filme, deren Humor seeeehr speziell war. Googelt mal nach "Das jüngste Gewitter"!

Sonntag, 15. Juni 2008

20+

Leute, ich bin nervös!

Habe gerade versucht, meine ganzen Nicht-Urlaubs-Sachen in den Koffer zu stopfen und bin mit dem Platz gerade noch hingekommen. Gleich fahr ich nämlich in die Firma, verpacke das Ganze nochmal als Postsendung und lasse es mir nächste Woche per Postweg zusenden. Freundlicherweise auf Kosten des Betriebs.

Begrenzung der Postsendung: 20kg. Das ist genausoviel, wie ich hinzu auf dem Flug mitnehmen konnte. Nur dass ich damals Laptop und Klarinette im Handgepäck hatte. Dafür nehm ich ja jetzt einiges auf die Reise mit. Eigentlich müsste es also hinhauen, aber irgendwie fühlt sich der Koffer doch recht schwer an...

Wie auch immer, im Notfall gebe ich den Laptop einzeln auf. Das bedeutet also: kein Blogeintrag mehr in absehbarer Zeit. "Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche ein paar schöne Sommerwochen."

Und tschüss.

[NACHTRAG: Als ich mit schweren Koffer in der Firma ankam, grüsste mich ein sächsischer Kollege und ich fragte ihn, ob er mir beim Verpacken helfen kann. Daraufhin meinte er, dass es auch viel einfacher ginge - nächste Woche fährt er und ein anderer Sachse per Auto gen Heimat und könnte die Sachen auch einfach mitnehmen. Also Koffer unverpackt wieder mit nach Hause genommen, aufgeatmet und sich darüber gefreut, Sächsin zu sein!]

Samstag, 14. Juni 2008

Jedem seine Stuga

Bevor ich das Land der unbegrenzten sozialen Sicherheit verlasse, möchte ich noch einmal über die wohnlichen Verhältnisse hier schreiben. Die erinnern auf den ersten Blick nämlich stark an das Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten (wenn man 10 Fingerabdrücke abgibt, sich online anmeldet und immer fein höflich zu den Zollpersonen ist), auf den zweiten und dritten Blick zeigt sich aber die schwedische Wohnkultur...

Der erste Blick also: der Anteil an Hausbesitzern in Schweden ist mit 65% im Vergleich zu den deutschen 43% sehr hoch. Damit liegen sie zwar noch weit hinter den Norwegern mit 86% zurück, aber immerhin besitzt mehr als jeder zweite ein Haus, in dem er auch tatsächlich wohnt. Und diese Häuser, besonders die neuen, haben meist etwas amerikanisches - oft sind sie nur eingeschossig, so gut wie immer aus Holz und ihre Dämmung lässt zu wünschen übrig. Warum sollte man sich auch Gedanken darüber machen, wenn Energie- und Wasserpreise "dank" der Mischung aus Wasser- und Atomkraft so gering sind? Übrigens haben die meisten Wohnungen Elektroheizung.

Auf den zweiten Blick: die Mieten und Mietshäuser sind - im Gegenteil zu den USA - gar nicht so schlecht! Für unsere geschätzten 60qm mit Wohnzimmer, zwei kleinen Schlafzimmern, Küche und Bad bezahlt die Firma immerhin nur knappe 500 €. In Dresden müsste man da schon noch mindestens 100€ drauflegen, allerdings ohne die Annehmlichkeiten, die hier gleich inklusive sind: Waschkeller mit modernen Waschmaschinen, Trocknern und dazu noch eine Sauna, die nach Anmeldung privat genutzt werden kann. Wird leider gerade repariert.

Und nun der dritte Blick: auch wenn man nur zur Miete wohnt, heisst das nicht, dass auf Grundstückseigentum verzichtet wird. Das Zauberwort heisst "Stuga" und ist hier in Lappland der Grund dafür, warum im Sommer viele Geschäfte am Wochenende komplett schließen und in der Woche verkürzen. Sommertime is stuga-time! Bei ca. 9,1 Mio Einwohnern und 860 000 Freizeithäuschen kommt so jede dritte Familie auf ein eigenes Häuschen im Grünen. Und dort wird: gelesen, gebadet, gebastelt aber vor allem renoviert und gestrichen. Das typische Schweden-Häuschen will ja auch weiterhin hübsch rot deutsche Touristen anstrahlen. Falls sie sich jemals mitten in den Wald verlieren.

Freitag, 13. Juni 2008

Freitag der 13.

Da isser mal wieder, der Freitag mit der bösen Nummer. Wobei ja die 13 in manchen Kulturen eher Glück als Pech bringt. Schauen wir mal, wie sieht's denn heute aus:

- unruhig geschlafen, halb sieben aufgestanden
+ Fikapaus
- Regen
+ letzter Arbeitstag
- Kälte
+ Abschiedsparty abends
- aber wer weiss, ob ich die magischen 5 Personen schaffe...
+ 4 von 5 Lernkapiteln fertig
+ Übernachtung in Kopenhagen gefunden
+ Resteintrittskarten zur Schwimmhalle verkauft
+ Bahntickets bezahlt

Fazit: nix mit schwarzer Tag, heute wird gefeiert!

Donnerstag, 12. Juni 2008

Ice, ice, baby!

Heute ist mein vorletzter Tag auf Arbeit und da morgen schon jemand Kuchen mitbringt, hab ich meinen "Ausstand" vorverlegt. Allerdings wird's nix Selbstgebackenes geben, sondern solides Supermarkt-Eis.

Dazu sollte ich vielleicht in die letzte Woche zurückgehen: bei 20 Plusgraden sass die halbe Bürobelegschaft draussen beim Mittagessen und stöhnte über die Hitze. Irgendwer liess das Wort "Glass" (=Eiscreme) fallen und plötzlich kam eine halbstündige Unterhaltung über Speiseeissorten, Vorlieben und Wer-denn-ab-dem-nächsten-Tag-Eisholer-wird in Gang. Ich selbst halte mich ja schon für einen Eiscremeliebhaber, aber ganz so lange habe ich es dann doch nicht in der Materie ausgehalten. Bin da wohl eher Kugeleis- und Ben&Jerry's-Spezialist als Tiefkühlregalkenner.

In dem Zusammenhang muss ich mal auf eine interessante Studie hinweisen, die ich bei markeneis.de gefunden habe. Da ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Speiseeis von Europäern im Jahre 2007 verglichen worden und führend sind... nicht die Italiener, auch nicht die Spanier... die Finnen mit 14,5 Litern. Dann folgen Norwegen (11,7l), Schweden (11,6l), Dänemark, Deutschland, Italien (jetzt!)... am Ende liegt Portugal mit 4 Litern. Fällt Euch was auf? Je nördlicher, desto mehr Eis!

Dabei gibt es in Gällivare zumindest noch nichtmal ein anständiges Eiscafé. Ich habe mein Kugeleis neulich im Kiosk gekauft und das war definitiv nicht handgemacht! Noch so eine Marktlücke...

Nun gut, in den Tiefkühlregalen bietet sich mehr Auswahl, es gibt nicht nur Magnum, Solero und Billigeis, sondern noch Waffelsorten wie zum Beispiel das Daim-Eis (gibt's auch bei Ikea) und nicht zuletzt eine nordische Spezialität: Lakritzeis. Brrrr!

Mittwoch, 11. Juni 2008

Politisch korrekte Süssigkeiten

Seit fünf Tagen, also genau seitdem ich die Packung gekauft habe, esse ich "Chokladbollar". Das sind diese leckeren Schokoladenbälle, die es auch bei Ikea zu kaufen gibt. Stehen meistens neben den fast noch besseren "Punschrullen" ;)

Nachdem die Packung leer war und sich mein schlechtes Gewissen eingekratzt hat, habe ich im Internet mal nach Rezepten gesucht und bin dabei auf die Seite www.chokladboll.com gestossen. Die gibt neben dem Rezept folgendes zum Besten: früher hiessen die Dinger "Negerbollar", also Negerballen. Und das ist böse! Ja, wie kann man denn etwas Süsses nur aufgrund seiner Farbe "Neger" schimpfen! Das ist doch kein nettes Wort und diskriminierend noch dazu. Also am besten gar nicht erst in den Mund nehmen (das N-Wort, nicht die Schokobälle!)...

Mich erinnert das ganze an unsere deutschen Negerküsse Mohrenköpfe Schaumküsse. Und daran, dass mein Lieblingsphysiklehrer die mal korrekt als Schaustohaumiwaba - "Schaumstoffhaufen mit Waffelbasis" genannt hat. Die mag ich eh nicht.

Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Sarotti den Mohr von der Packung nehmen muss.

Freitag, 6. Juni 2008

Tunnelblicktext ;)

So, das "Personalmiddag" ist vorbei, ich leicht angeheitert und mit diversen Weisheiten ausgestattet:

- Kartoffelgratin schmeckt richtig gut mit viiiel Knoblauch
- Deutsche fluchen bedeutend weniger als Schweden (oder sagt ihr etwa dreimal pro Satz "scheiße"?)
- wenn Alkohol teurer ist, dann trinkt man zwar nicht jeden Tag, aber dafür umso heftiger, wenn's mal was gibt ("Was hast Du da?" - "Keine Ahnung? Vad som helst!")
- "Jävla tyskarna" ist nicht unbedingt das, was ein alkoholisierter Deutscher am Abend hören möchte, vor allem nicht, wenn er zu viele Testosterone mit sich herumschleppt (Gottseidank ist jemand dazwischen gegangen)
- wenn ich angetrunken Schokolade esse, habe ich weniger schlechtes Gewissen

Fotos folgen...

Donnerstag, 5. Juni 2008

Feiertag(e)

Am 6. Juni ist in Schweden Nationalfeiertag. Das ist morgen. Für mich bedeutet das:

- heute nur einen halben Tag arbeiten
- morgen ausschlafen und abends zum Mitarbeiteressen (und -trinken) gehen
- übermorgen nach Norwegen fahren und die nördlichste Universitätsstadt Europas besichtigen
- Montag nochmal freinehmen

Also: 4,5 Tage FREI und danach nur noch 4 Tage arbeiten. Ich liebe mein Leben!

Mittwoch, 4. Juni 2008

Werbung!

Sommartiden

24 Stunden Sonnenschein bewirken etwas - es ist richtig warm hier geworden! Zwar blinkt der S*** (ich wollte nicht mehr davon schreiben!) noch aus den Bergen hinunter ins Tal, aber hier unten fühlt es sich an, als wären wir am Äquator und nicht nördlich vom Polarkreis. Und das nicht nur einen Tag - die Wärme hält seit Samstag an!

Ich geniesse dieses Wetter, das schwedische Eis und vor allem die Farbe grün, die sich nun endlich in den Wäldern zeigt. Glücklicherweise habe ich keine Pollenallergie, das wäre jetzt nämlich ziemlich ungünstig. Nur eins bleibt noch abzuwarten (oder in meinem Falle zu entfliehen) - Mücken! Im Lokalblatt werden Wundermaschinen angeboten, die 8000 m² mückenfrei halten sollen. Und das funktioniert sogar!

Beweis für das gute Wetter (und schwedisches Eis):

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